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Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum

mit dem Förderschwerpunkt "Lernen"

Der Gemeinde Kressbronn a. B. ist es wichtig, dass alle Kinder und Jugendliche eine Chance auf Bildung haben und ihren Weg gehen können. In Kressbronn a. B. gibt es daher auch ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Im SBBZ erhalten Kinder und Jugendliche, die einen besonderen Förderbedarf im Bereich Lernen haben, ein individuell abgestimmtes Unterrichts- und Bildungsangebot, dem allgemeine Schulen nicht gerecht werden können. Dadurch kann den Schülerinnen und Schülern eine größtmögliche Aufmerksamkeit gegeben und Teilhabe ermöglicht werden.

Am SBBZ Parkschule werden die Klassenstufen 1 bis 6 unterrichtet. Die Klassenstärken liegen zwischen sieben und zehn Schülerinnen und Schülern. Hierdurch entsteht eine sehr familiäre Atmosphäre, in der die Möglichkeit besteht, alle Schüler als Individuum wahrzunehmen und zu fördern. Durch den überschaubaren Rahmen und den engen Bezug zu den Lehrkräften, können die Schülerinnen  und Schüler eine positive Einstellung zum Lernen entwickeln.

Der Sonderpädagogische Dienst am SBBZ ist für die Beratung und Förderung an den Schulen des Einzugsgebietes Kressbronn a. B. zuständig. Er kann immer dann zur Unterstützung hinzugezogen werden, wenn bei einer Schülerin bzw. einem Schüler der Grund-, Haupt- oder Werkrealschule Schwierigkeiten im Bereich Lernen festgestellt werden.

Leitgedanken des sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums

  • Wir streben eine möglichst frühe Förderung des Kindes an.
  • Wir sind eine Angebotsschule. Die Eltern sollen davon überzeugt sein, dass unsere Schule der richtige Weg für die Entwicklung ihres Kindes ist.
  • Wir verstehen uns als Durchgangsschule. Viele unserer Schüler/innen kehren nach entsprechender Förderung wieder an die Grund-, bzw. Werkrealschule zurück.
  • Der Aufbau von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen bei unseren Schüler/innen ist uns wichtig.
  • Wir sehen Lernbereitschaft und Lernfreude als Grundlage für erfolgreiches Lernen.
  • In unserer Schule gelten klare Regeln und Rituale. Sie bieten den Schüler/innen Sicherheit und Schutz und helfen ihnen, sich in die Gemeinschaft einzufügen.
  • Der Unterricht ermöglicht Erfolgserlebnisse, da er die unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder berücksichtigt und ihre Stärken nutzt.
  • Wir verstehen die Zusammenarbeit von Lehrkräften und Eltern als Erziehungspartnerschaft. Wir legen gemeinsam Schritte für die bestmögliche Förderung des Kindes fest.

Angebotsschule

Lernen kann nur gelingen, wenn Eltern und Lehrkräfte gemeinsame Ziele haben und an einem Strang ziehen.
Das SBBZ Parkschule versteht sich als Angebotsschule, das heißt Schülerinnen und Schüler werden ausschließlich auf Antrag der Personensorgeberechtigten aufgenommen. Die Eltern müssen davon überzeugt sein, dass das SBBZ am Standort Parkschule der richtige Ort für die Entwicklung ihres Kindes ist.

Durchgangsschule

Die schnelle Rückführung der Schülerinnen und Schüler an die Regelschule liegt dem SBBZ sehr am Herzen. Durch intensive Hilfen und Förderung gelingt es der Schule, in vielen Fällen, die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler stärken und die schulische Leistungsfähigkeit so weit zu stabilisieren, dass eine Wiedereinschulung in die Herkunftsschule ermöglicht werden kann. Das SBBZ am Standort Parkschule zeichnet sich durch eine hohe Rückschulungsquote aus. Gleichzeitig besteht aber auch die Möglichkeit, die Schule einschließlich bis zur Klassenstufe 6 zu besuchen, falls eine Rückschulung nicht möglich sein sollte.

Soziales Lernen

An der Schule ist ein wertschätzender und gewaltfreier Umgang miteinander sehr wichtig. „Soziales Lernen“ hat einen hohen Stellenwert. Im Rahmen eines Gesamtkonzepts werden die sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch verschiedene Angebote und Maßnahmen gefördert:

„Soziales Lernen“ im Schulalltag
Im Unterricht und in den Pausen bieten sich viele Gelegenheiten, mit den Schülerinnen und Schülern soziale Verhaltensweisen einzuüben. Mit Unterstützung der Lehrkräfte lernen die Kinder und Jugendlichen unter anderem Regeln einzuhalten und Konflikte gewaltfrei zu lösen.

„Soziales Lernen“ durch erlebnispädagogische Elemente
Erlebnispädagogische Elemente sowohl im Unterricht als auch in speziellen Projekten stärken und fördern die persönlichen und sozialen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler.

„Soziales Lernen“ in Gruppen
Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 3 nehmen an sozialpädagogischen Angeboten in Gruppen teil. Bei gemeinsamen Aktivitäten wie kochen, basteln, Gartenarbeit, Spiel und Sport können die Kinder und Jugendlichen ihre individuellen Fähigkeiten weiterentwickeln und positives Sozialverhalten üben. Die Gruppen werden von einer sozialpädagogischen Fachkraft geleitet.

„Soziales Lernen“ in der Betreuung
In der Früh-, Mittags- und Nachmittagsbetreuung können die Schülerinnen und Schüler der Schule beim gemeinsamen Lernen und Spielen freundschaftliche Kontakte zu Kindern und Jugendlichen der anderen Schularten des Bildungszentrums knüpfen. Dabei erproben und erweitern sie ihre sozialen Fähigkeiten.

„Soziales Lernen“ und Elternarbeit
Der Schule ist es wichtig, die Eltern in vielen Bereichen des „Sozialen Lernens“ mit einzubeziehen. Die enge Zusammenarbeit mit Lehrkräften kann Eltern stärken und sie bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützen.

Sprachförderung

Das SBBZ bietet für Kinder mit Problemen im Bereich der Sprache eine intensive Sprachförderung durch speziell ausgebildete Lehrkräfte an. Dieses wohnortnahe Angebot wird in zwei Förderebenen unterteilt:

  • Der Unterricht ist so gestaltet, dass Sprach- und Sprechübungen in das tägliche Unterrichtsgeschehen eingebaut sind.
  • In speziellen Kursen in Kleingruppen wird auf die Probleme des einzelnen Schülers eingegangen.

Diagnose- und Förderklasse

Die Diagnose- und Förderklassen sind ein Angebot für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Entwicklungsauffälligkeiten im Schuleingangsbereich. Ziel dieser speziellen Klassen ist es, die Schulfähigkeit der Kinder zu verbessern, um diese nach einem oder zwei Jahren in die Grundschule rückzuführen. In der Diagnose- und Förderklasse werden Kinder aufgenommen, bei denen eine Einschulung in der Grundschule noch nicht befürwortet werden kann und bei denen der Verbleib in einer Kinderbetreuungseinrichtung als nicht zielführend erachtet wird.    

Eine Kontaktaufnahme mit der Frühberatungsstelle der Schule, auch über die pädagogischen Fachkräfte der Kinderbetreuungseinrichtungen, ermöglicht die Begutachtung des Kindes und die Beratung von Eltern und pädagogischen Fachkräften. Sie dient gleichzeitig als zusätzliche Entscheidungsgrundlage. Über die Aufnahme des Kindes entscheidet das Staatliche Schulamt.  

In den kleinen Arbeitsgruppen von maximal zehn Kindern werden folgende Ziele verfolgt:     
•   Persönlichkeit stärken
•   Konzentrationsfähigkeit steigern
•   Leistungsbereitschaft und Motivation erhöhen
•   Grob- und Feinmotorik fördern
•   Arbeiten in Gruppen lernen
•   Konfliktfähigkeit ausbauen
•   Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit voran bringen
•   Denkfähigkeit erweitern

Am Ende eines Schuljahres in der Diagnose- und Förderklasse entscheiden die Eltern nach einer ausführlichen Beratung durch die Lehrkraft, welche Schule zukünftig die besten Voraussetzungen zur optimalen Förderung ihres Kindes bietet.

Förderung und Beratung an Schulen

Der Sonderpädagogische Dienst ist für die Beratung und Förderung an den Schulen des gesamten Einzugsgebietes zuständig. Er kann immer dann zur Unterstützung hinzugezogen werden, wenn bei einer Schülerin oder einem Schüler der Grund-, Haupt- oder Werkrealschule Schwierigkeiten im Bereich Lernen festgestellt werden. In Kooperation mit den Lehrkräften der Grund-, Haupt-, beziehungsweise Werkrealschule und den Eltern versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sonderpädagogischen Dienstes, die Schüler so weit zu unterstützen und zu fördern, dass sie an der Grund-, Haupt- oder Werkrealschule verbleiben können.

Dazu:

  • beraten sie Lehrer, Eltern und Schüler
  • beobachten sie Schüler im Unterricht
  • erteilen sie Förderunterricht an der Förder-, Grund-, Haupt- oder Werkrealschule
  • unterstützen sie die Lehrkraft der Grund-, Haupt- oder Werkrealschule durch Teamteaching im Unterricht
  • machen sie sich durch umfassende Diagnostik ein genaueres Bild von der Leistungsfähigkeit des Schülers
  • stellen sie gegebenenfalls den Kontakt mit anderen Fachbereichen her (z. B. Therapeuten, Fachärzte) 
  • planen sie gemeinsam mit allen Beteiligten den weiteren Schulweg des Kindes

Kontakt

Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
Maîcher Straße 15
88079 Kressbronn am Bodensee
07543 963728
schulleitung@sbbz-kressbronn.de
www.sbbz-kressbronn.de

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