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„Schwäbisch Schwätzen“ (Wörterlexikon 1x1)

Und wahrscheinlich genauso schön ist unser schwäbischer Dialekt. Entstanden ist er aus der Alemannischen Sprache, wobei heutzutage am deutschen Bodenseeufer genauer gesagt hauptsächlich das Bodenseealemannische gesprochen wird. Vermutlich erscheint es vielen Nicht-Schwaben als ein unverständliches Durcheinander unzusammenhängender Wortbruchstücke. Diese Vermutung ist jedoch vollkommen falsch, denn auch hier gibt es bestimmte Regeln und eine Grammatik, nach welchen der Dialekt funktioniert. Beispielsweise gibt es im Schwäbischen eigentlich nur drei eindeutige Fälle: den Nominativ, den Dativ und den Akkusativ. Der Genitiv wird entweder durch „von“ oder den Dativ gebildet, was zu interessanten Kombinationen führen kann. So wird zum Beispiel aus der Frau des Lehrers „Am Lehrer sei Alde“ beziehungsweise „Dia Alde vom Lehrer“. Welche Regel bestimmt die meisten schon einmal gehört haben: An viele Wörter wird ein „-le“ im Singular und ein „-la“ im Plural angehängt. So heißt es dann zum Beispiel „Wir haben a Häusla mit em Gärtle drumrum, und wir trinken abends gern unser eige’s Wei’le. Und wenn wir des vor uns steh‘n haben, dann sagen wir: Sodele! Jetzetle!“ Außerdem wird jedes „s“ in den Verbindungen „st“ und „sp“ nicht nur am Wortanfang, sondern auch in der Mitte oder am Ende des Wortes , zu „sch“. Also heißt es: „Die beschte Mahlzeit isch hald doch a guat‘s Veschper.“ 

Um für einen Urlaub in Kressbronn am Bodensee bestens gewappnet zu sein, gibt es untenstehend im Downloadbereich das „Kleine Einmaleins“ der Schwäbischen Sprache.

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