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Hochwasserrisikomanagement

Hochwasser ist ein natürliches Ereignis, welches in nicht festlegbaren unregelmäßigen Abständen vorkommt. In kürzester Zeit können sonst ruhige Fluss- und Bachverläufe zu reißenden Gewässern werden und große Schäden anrichten. Auch in Kressbronn a. B. sind in der Vergangenheit bereits Hochwasserereignisse vorgekommen und es muss immer damit gerechnet werden, dass ein Hochwasserereignis eintreten kann. Deshalb gilt dabei, eine gewisse Vorsorge zu treffen, welche das Risiko und auch die Schäden minimiert. Denn ganz verhindert werden kann ein Hochwasser nie. Weitere Informationen zum Thema Hochwasser finden Sie unter Umwelt.

In den Jahren 2011 bis 2013 wurden von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten erstellt. Auf dieser Grundlage arbeitet die Gemeinde Kressbronn a. B. seit dem Jahr 2015 an einem Hochwasserschutzkonzept. Aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen wurde das Konzept im Laufe der Jahre mehrfach überarbeitet und angepasst.

Im Rahmen der Planungen wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog entwickelt. Anschließend wurden verschiedene Maßnahmenkombinationen untersucht und daraus ein technisch umsetzbares Gesamtkonzept erarbeitet. Für eine staatliche Förderung muss jedoch nachgewiesen werden, dass der Nutzen der vorgesehenen Maßnahmen die entstehenden Kosten rechtfertigt. Hierzu wird eine sogenannte Nutzen-Kosten-Analyse durchgeführt. Förderfähig sind nur Maßnahmen mit einem Nutzen-Kosten-Verhältnis von mindestens 1:1.

Die Untersuchung hat ergeben, dass das bisher erarbeitete Maßnahmenpaket zum Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignis (HQ100) dieses Kriterium nicht erfüllt. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis liegt bei 0,63 und damit unter dem für eine Förderung erforderlichen Wert. Eine Förderung des Gesamtkonzepts ist daher nicht möglich.

Die Gemeinde verfolgt deshalb einen neuen Ansatz. Statt ausschließlich ein Schutzniveau für ein HQ100-Ereignis anzustreben, werden nun diejenigen Maßnahmen aus dem bestehenden Maßnahmenkatalog weiterverfolgt, die ein besonders gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis aufweisen und gleichzeitig einen möglichst hohen Schutz bieten. Nach den bisherigen Untersuchungen zählen hierzu insbesondere die geplanten Hochwasserrückhaltebecken Bochenloch am Nonnenbach und Atlashofen am Fallenbach. Diese versprechen eine hohe Schutzwirkung bei vergleichsweise guter Wirtschaftlichkeit.

Zusätzlich hat sich im Rahmen des in den vergangenen Jahren erarbeiteten Starkregenrisikomanagements gezeigt, dass sich zahlreiche Maßnahmen für den Hochwasser- und Starkregenschutz überschneiden. Daher hat sich die Gemeinde entschieden, beide Themen künftig gemeinsam zu betrachten und aufeinander abzustimmen.

Neben dem vorbeugenden Hochwasserschutz beschäftigt sich die Gemeinde auch mit dem sogenannten abwehrenden Hochwasserschutz. Dabei geht es um Maßnahmen, die im konkreten Hochwasserfall ergriffen werden. Hierfür wurde bereits ein Hochwasseralarm- und Einsatzplan erstellt. Dieser regelt die Alarmierung sowie die Aufgaben und Zuständigkeiten aller beteiligten Kräfte. Da sich örtliche Gegebenheiten und Erkenntnisse aus Hochwasserereignissen laufend ändern können, wird der Plan regelmäßig überprüft und fortgeschrieben. Künftig soll er zudem um das Thema Starkregen erweitert werden.

Die Themen Hochwasserschutz und Starkregenrisikomanagement werden künftig gemeinsam unter dem Titel „Wassergefahrenmanagement“ bearbeitet. Dadurch können Synergien genutzt, Planungsprozesse effizienter gestaltet und Maßnahmen besser aufeinander abgestimmt werden. 

Kurzüberblick

Ziel

Ausarbeitung und Umsetzung einer Hochwasserschutzkonzeption für die Gemeinde Kressbronn a. B.

Beschreibung

Die Gemeinde arbeitet derzeit ein Konzept zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in der Gemeinde aus. Dieses Konzept soll die Hochwassersituation genauer darstellen, Problembereiche aufzeigen und mögliche Lösungsansätze formulieren.

Projektbeginn

2015

Projektende

noch unklar

Beratungen im Gemeinderat

  • 16.03.2016 (Erteilung eines Mandats zu Grundstücksverhandlungen)
  • 25.10.2017 (Beauftragung des Planungsbüros zur weiteren Ausarbeitung der Hochwasserschutzkonzeption)
  • 11.12.2019 (Information zum aktuellen Sachstand)
  • 30.09.2020 (Beauftragung der Leistungsphasen 1 und 2 durch die DB Engineering & Consulting GmbH)
  • 29.09.2021 (Beauftragung der Leistungsphasen 1 und 2 durch das Büro SSF aus München anstatt der DB Engineering & Consulting GmbH)
  • 22.10.2025 (Sachstandsbericht)

Bürgerbeteiligung

  • Information
  • Anhörung von Betroffenen
  • Anhörung der Landwirtschaft

Kosten

unklar

Finanzierung

  • Eigenmittel der Gemeinde
  • Fördermittel des Landes (30 – 70 %)

Aktueller Status

Siehe Projektseite Wassergefahrenmanagement

Kontakt

Sachgebiet Bau- und Umweltverwaltung
Amt für Gemeindeentwicklung und Bauwesen
Gemeinde Kressbronn a. B.
Hauptstraße 19
88079 Kressbronn a. B.
07543 9662-37
sauter@kressbronn.de

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