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Start eines innovativen Energiekonzeptes

von links: Bürgermeister Daniel Enzensperger und Thomas Booch, Geschäftsführer der iQ-GmbH mit Dirk Waldenmaier Projektleiter der iQ-GmbH sowie Helmut Hertle, (TWS), Stefanie Jelinek (EnBW) und Klaus Härle (Netze BW) für die Gesellschafter der iQ-GmbH beim gemeinsamen Spatenstich für das neue Erdwärmesondenfeld im Baugebiet Bachtobel.

iQ-GmbH startet mit der Erschließung von oberflächennaher Geothermie für klimaneutrale Wärmeversorgung im Baugebiet Bachtobel

Es geht voran im Neubaugebiet Bachtobel: Am vergangenen Donnerstag ist mit dem Bau der innovativen Wärmeversorgung des Quartiers begonnen worden – einer Lösung zur Nutzung von oberflächennaher Geothermie über zwei Erdwärmesondenfelder. Zum Spatenstich sind Bürgermeister Daniel Enzensperger und Thomas Booch, Geschäftsführer der iQ-GmbH, vor Ort zusammengekommen; begleitet von Vertreterinnen und Vertretern der ausführenden Baufirmen sowie beteiligten Projektpartnern und Vertretern der Unternehmen, die an der iQ-GmbH beteiligt sind. Die iQ-GmbH hat das Energiekonzept entwickelt und leitet dessen Umsetzung. Für die Beheizung und Klimatisierung der 44 Gebäude werden 84 Erdwärmesonden installiert. Diese werden in etwa 140 Metern Tiefe platziert. „Das Baugebiet Bachtobel bietet die Chance, von Grund auf eine ökologische und klimaneutrale Energie- und Wärmeversorgung aufzubauen. Wir freuen uns, dass uns dies hier gelungen ist und wir damit als Kommune wegweisende Signale in Sachen Klimaschutz senden. In diesem Zusammenhang möchte ich den Mitarbeitern der Verwaltung, insbesondere Herrn Andreas Wenzler vom Amt für Gemeindeentwicklung und Bauwesen, der das Projekt begleitet hat, sowie allen Beteiligten herzlich danken“, sagt Daniel Enzensperger. Thomas Booch ergänzt: „Das Feld mit Erdwärmesonden ist das Herz dieses Quartierskonzepts. Wir nutzen die im Boden gespeicherte Wärme, indem wir sie mittels elektrisch betriebener Wärmepumpen für die Raumheizung und Warmwasseraufbereitung nutzbar machen. Wir sprechen hier von sogenannter ‚kalter Nahwärme‘.“ In der Tiefe, in der die Sonden liegen, herrscht im Mittelwert eine Temperatur von lediglich 13,2 Grad Celsius – daher die Bezeichnung kalte Nahwärme. Die innovative Wärmeversorgung ist Teil des insgesamt klimaneutralen Energiekonzepts. Denn auch der Strom für das Quartier mit seinen 187 Wohn-, sieben Gewerbeeinheiten, Ärztehaus sowie Kinder- und Familienzentrum wird aus erneuerbaren Energien vor Ort selbst erzeugt. „Wir erzielen hier einen Autarkiegrad von 70 Prozent“, resumiert Thomas Booch. Insgesamt investiert die iQ-GmbH, die Eigentümerin und Betreiberin des Projekts ist, 8,3 Millionen Euro in das Baugebiet.

Strom aus Photovoltaik
Das Versorgungskonzept für das Baugebiet wird zusätzlich durch ein ganzheitliches Stromerzeugungs- und Verteilkonzept komplettiert. Hierbei wird Strom durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern erzeugt. Der so erzeugte Sonnenstrom wird über ein Arealstromnetz entweder den Nutzern zur Verfügung gestellt oder im zentralen Batteriespeicher zwischengespeichert, bis entsprechender Bedarf im Quartier vorliegt. „Das Quartier Bachtobel kommt gänzlich ohne fossile Brennstoffe aus“, informiert Dirk Waldenmaier als verantwortlicher Projektleiter der iQ-GmbH. „Durch die Kopplung der Sektoren Strom und Wärme kann die vor Ort erzeugte Energie optimal zur Deckung des Quartiersbedarfs genutzt werden. Das entlastet zudem die örtlichen Stromnetze und ermäßigt für die Bewohnerinnen und Bewohner die Netzentgelte. Insgesamt profitieren sie dadurch von vergleichsweise günstigen Energiepreisen.“ Muss zusätzlich Strom bezogen werden, handelt es sich immer um Ökostrom. Dazu hat sich die iQ-GmbH gegenüber der Gemeinde Kressbronn a. B. verpflichtet.  

Über die iQ-GmbH
Die iQ-Gesellschaft ist ein gemeinsames Unternehmen der Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) und der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), die dort ihre Kompetenzen zur Quartiersentwicklung 2020 gebündelt haben. Ihr Ziel: innovative Quartierslösungen für Kommunen und Bauträger zu entwickeln und umzusetzen.

Pressemitteilung vom 17.06.2024