Volltextsuche

>

Aktuell

Stellungnahme der Gemeinde Kressbronn a. B.

Stellungnahme der Gemeinde zur Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung
 
Zum Artikel: „Fall Vetter: Schultes greift Schwäbische an“ vom 16.10.2018 ist aus Sicht der Gemeinde Kressbronn a. B. folgendes richtig zu stellen:
 
  1. Die Überschrift: Nicht der Schultes greift die Schwäbische an, sondern die Gemeinde Kressbronn a. B. wehrt sich gegen die tendenziöse und journalistisch einseitige Berichterstattung der Lokalredakteurin. Die Sachlage ist genau umkehrt als von der SZ dargestellt.
  2. Aus diesem Grund wird auch diese Stellungnahme auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht. Die Bürgerinnen und Bürger von Kressbronn a. B. sollen die Möglichkeit erhalten, sich selbst eine Meinung zur Situation zu bilden. Die Gemeinde greift zu diesem Mittel, weil die Schwäbische Zeitung nicht bereit ist, die Stellungnahme der Kommune vollumfänglich abzudrucken. Journalistische Bearbeitung scheint für die Lokalredakteurin zu heißen, eine kritische Pressemeldung durch Weglassungen und Hervorhebungen in ihrem Sinne umzugestalten – vor allem, wenn die Berichterstattung selbst Gegenstand der Pressemeldung ist.
  3. Im Artikel der SZ wird bemängelt, dass die PM der Gemeinde keine neuen Hintergründe zur Kündigung durch Herrn Vetter enthält. Das wird auch so bleiben, denn die Gemeinde wird zu Personalangelegenheiten keine Informationen weitergeben. Die Gemeinde Kressbronn a. B. wird sich auch in Zukunft an keiner Skandalisierung beteiligen. 
Der aktuelle Artikel umfasst wie die vorigen zwei Themen: einmal die Kündigung von Herrn Vetter und zum anderen die Situation in der Gemeindeverwaltung:
 
Zum Thema Kündigung:
 
Es war weder als Warnung und schon gar nicht als Drohung gedacht, festzustellen, dass ein leitender Mitarbeiter selbst die Verantwortung trägt, wie er nach seiner Kündigung agiert. Herr Enzensperger war bereits 14 Jahre aktiv im Musikverein, vier Jahre davon als Bürgermeister. Zuvor war er weitere vier Jahre in der Jugendkapelle aktiv. Beide Kapellen wurden von Herrn Vetter geleitet. Sie haben also mindestens 18 Jahre zusammen musiziert und vier Jahre in der Verwaltung zusammengearbeitet.  Um die derart massiven Vorwürfe der Lokalredakteurin zu rechtfertigen, müsste es schon erhebliche und vor allem einseitige Vorfälle gegeben haben. Und selbst dann wäre vermutlich von unterschiedlichen Wahrnehmungen und Interpretationen auszugehen. 
 
Die Frage, die man sich in der Gemeindeverwaltung stellt ist eher, warum kocht die Lokalredakteurin dieses Thema wiederholt so hoch? Und warum so parteiisch? Welches Ziel verfolgt die Lokalredaktion letztlich? Wer hat an dieser Darstellung ein Interesse? Eigentlich ist das Thema durch die Kündigung, die auch von der Gemeinde bedauert wurde, bereits erledigt.
 
Zur Situation in der Gemeindeverwaltung:
 
Der Bürgermeister dementiert in einem ausführlichen Schreiben an die SZ mitnichten , dass es in der Rathausverwaltung und mit Mitarbeitern zu Unstimmigkeiten gekommen ist.  Die Konflikte sind im Rathaus bekannt und sind Gegenstand einer internen Organisationsentwicklung.  Der Bürgermeister lieferte der SZ auch Begründungen und Erklärungen für die Probleme, die im Zuge der Weiterentwicklung der Verwaltung aufgetreten sind und die von Bürgermeister und Amtsleitern sehr ernst genommen und bearbeitet werden.
 
Die Gemeindeverwaltung betont allerdings ausdrücklich, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Mitarbeiter wegen Konflikten in der Verwaltung oder mit dem Bürgermeister gegangen sind. Nur diese Behauptung der Lokalredaktion wurde dementiert. Und im aktuell beanstandeten Artikel von der SZ auch fallengelassen.
 
Eine kleine Übersicht von Maßnahmen, die in der Amtszeit von Bürgermeister Enzensperger für die Verwaltungsmitarbeiter aufgelegt wurden, liegt der SZ ebenfalls vor. Diese wurde aber in der Berichterstattung unterschlagen. Warum?  Weil sie nicht ins Bild passen, das die Lokalredaktion zeichnen will?
 
Bleibt als Fazit: Die Kündigung von Herrn Vetter und die aktuelle Lage in der Gemeindeverwaltung sind zwei unterschiedliche Themen, die getrennt zu bearbeiten wären, von der Lokalredakteurin aber vermischt werden. Der Eindruck, den die offensichtlich einseitige aktuelle SZ-Berichterstattung erweckt, ist aus Sicht der Gemeindeverwaltung unzutreffend und für Gemeindeverwaltung und Bürgermeister schädlich. Aber auch die Kressbronner Bürger werden zu diesem Themenkomplex nicht umfassend informiert.
 
Die Gemeinde wird als Konsequenz geeignete Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der Bürgerinformation ergreifen, um dieser Deutungshoheit der Monopolzeitung SZ künftig etwas entgegenzusetzen. Aus unserer Sicht hat die Lokalredaktion erheblich an Vertrauen und Glaubwürdigkeit verspielt. Das war auch einmal anders. Dieses Thema wird in naher Zukunft auch mit dem Gemeinderat besprochen.  
 
 

Gemeindeverwaltung Kressbronn a. B.

  

Kein guter Journalismus 
 Zum Artikel der SZ Tettnang vom 10.10.2018: „Ich habe sehr viel Zuspruch bekommen“ nimmt die Gemeinde Kressbronn a. B. wie folgt Stellung:
  1. Der Artikel nimmt ein bereits in der Berichterstattung und in Leserbriefen mehrfach behandeltes Thema wieder auf.  Und zwar die Kündigung des langjährigen Leiters der Jugendmusikschule, der in Personalunion auch Dirigent des Musikvereins war. Dazu hat die Gemeinde Kressbronn a. B. bereits in der Pressemeldung von 29.08.2018 Stellung bezogen.  Dem ist nichts hinzuzufügen, auch weil es keine neuen Fakten gibt.
  2. Das öffentliche Interesse an diesem Thema ist in einem gewissen Maß nachvollziehbar. Aber die Gemeinde Kressbronn a. B. wird sich nicht an Indiskretionen, Leserbriefen und Spekulationen beteiligen.
  3. Herr Vetter war in seiner Funktion Angestellter der Gemeinde Kressbronn a. B.  Es gibt eine Fürsorgepflicht von Seiten der Gemeinde gegenüber ihren Angestellten und es gibt datenschutzrechtliche Vorgaben, die es dem Arbeitgeber zu Recht untersagen, öffentlich zu personalrechtlichen Themen Stellung zu nehmen. Daran wird sich die Gemeinde Kressbronn a. B. auch in diesem Fall halten. Der Gemeinderat wurde über diese Personalie informiert. Aber auch ein Arbeitgeber hat Anspruch auf die Loyalität seiner Angestellten, besonders dann, wenn sie in leitender Funktion und langjährig tätig sind. Ein Mitarbeiter trägt selbst die Verantwortung dafür, wie er nach seiner Kündigung agiert.
  4. Die SZ berichtet, dass der Angestellte „ ... nach 18 Jahren das Handtuch geworfen habe, weil die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Enzensperger immer schwieriger geworden sei.“ Belege und Gründe für diese Aussage fehlen. So fehlten bereits im Kommentar von Frau Baier in der SZ vom 01.09.2018.
  5. Die SZ berichtet weiter: „Eine Erfahrung, die auch andere Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung gemacht haben und deshalb gegangen sind.“ Auch hier gibt es keine Belege, keine Namen, es sind lediglich Behauptungen. Die Gemeinde Kressbronn a. B. kann diesen Sachverhalt nicht bestätigen. Es liegen keinerlei Informationen für die Richtigkeit dieser Behauptungen vor. Das gilt in analoger Weise für weitere Behauptungen, die in dem Artikel aufgestellt werden. Sie zu wiederholen, ersparen wir den Lesern.
  6. Nahezu jede Verwaltung und jeder Gemeinderat kennen die Erfahrung, dass es „undichte Stellen“ gibt, dass Mitarbeiter oder Gemeinderäte gegen ihre Vertraulichkeitspflichten verstoßen und absichtlich oder unbewusst Interna aus vertraulichen Sitzungen oder Unterlagen preisgeben. Manchmal will auch nur ein unzufriedener Mitarbeiter oder Gemeinderat seinen Unmut freien Lauf lassen. Von professionellen Journalisten muss man allerdings erwarten, dass sie auch dann ihrer Pflicht zur sorgfältigen Recherche und Prüfung nachkommen und sich nicht einfach zum Multiplikator von unbewiesenen und nicht korrekten Einschätzungen und Behauptungen machen.
  7. Die persönlichen Angriffe auf den Bürgermeister der Gemeinde Kressbronn a. B. sind nicht akzeptabel. Die pauschalen Aussagen über die Verwaltung sind völlig undifferenziert und werden entschieden zurückgewiesen. 
Der gesamte Bericht lässt eine erhebliche Voreingenommenheit der Journalistin erkennen. Es wäre sicher im Sinne der Leserinnen und Leser, wenn die SZ ihre hehren Ansprüche an einen guten Lokaljournalismus wieder ernster nehmen würde. Eine öffentliche Entschuldigung ist angebracht.