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Pressemitteilungen

Sitzung des Gemeinderates am 09.07.2025

Positive Entwicklung beim Haushalt 2025 – Überschuss deutlich höher als geplant
Die Gemeinde Kressbronn am Bodensee kann im Haushaltsjahr 2025 mit einem erfreulichen Zwischenstand aufwarten. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und Belastungen durch äußere Einflüsse wie Preissteigerungen infolge des Ukraine-Kriegs, entwickelt sich der Haushalt stabiler als erwartet. Wie der aktuelle Zwischenbericht zum Stand 20. Juni 2025 zeigt, rechnet die Verwaltung mit einem voraussichtlichen Überschuss von rund 526.400 € im Ergebnishaushalt. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung gegenüber dem ursprünglich eingeplanten Überschuss von 129.200 €. Höhere Einnahmen, wie z. B. Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer, höhere Schlüsselzuweisungen vom Land oder höhere Zinserträge aus Geldanlagen sowie gezielte Einsparungen haben zu diesem guten Ergebnis beigetragen. Durch die solide Haushaltsführung kann auf die geplante Kreditaufnahme in Höhe von 2,8 Mio. Euro verzichtet werden. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Zwischenbericht zum Haushalt 2025 zur Kenntnis genommen und den über- und außerplanmäßigen Ausgaben zugestimmt.

Jahresrechnung 2024 für Eigenbetrieb Abwasser festgestellt
Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Jahresabschluss 2024 für den Eigenbetrieb „Abwasserbeseitigung“ festgestellt. Der Betrieb verzeichnete einen Jahresfehlbetrag von 334.296,43 Euro, der nur teilweise (8.222,96 €) mit vorhandenen Gewinnvorträgen verrechnet werden konnte. Die Gebührenausgleichsrückstellung wurde vollständig aufgebraucht, wodurch ein negatives Eigenkapital von 326.073,47 Euro entstanden ist. Gründe für den Jahresfehlbetrag waren u. a. rückläufig angeschlossene Flächen trotz steigender Aufwendungen sowie Preissteigerungen durch Inflation und geopolitische Risiken. Das negative Eigenkapital soll in den Folgejahren ausgeglichen werden. Über eine Eigenkapitalausstattung soll im Zuge der Haushaltsplanung 2026 beraten werden.

Jahresrechnung 2024 für Eigenbetrieb Gemeindewerke festgestellt – leichter Verlust zu verzeichnen
Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Jahresabschluss 2024 für den Eigenbetrieb „Gemeindewerke“ festgestellt. Die Gemeindewerke schlossen das Wirtschaftsjahr 2024 mit einem Jahresverlust von -84.362,19 Euro ab (Vorjahr: Gewinn von 168.195,75 Euro). Trotz dieses negativen Ergebnisses kann der Fehlbetrag durch Gewinnvorträge aus den Vorjahren vollständig ausgeglichen werden. Eine finanzielle Unterstützung aus dem Gemeindehaushalt ist somit aktuell nicht erforderlich.

Wesentliche Verluste entstanden in den Sparten Wasserversorgung, Fernwärme, Energieerzeugung, Hallenbad, Hafenbetrieb, Breitband sowie bei Beteiligungen. Nur der Parkraumbetrieb und der ÖPNV wiesen leichte Gewinne aus. Die Bilanzsumme beträgt 12,45 Mio. Euro. Die Wasserversorgung gilt dennoch als solide aufgestellt und mittelfristig ist mit einem Anstieg beim Wasserbedarf durch neue Baugebiete zu rechnen. Die Verwaltung geht künftig von konstanten Gebühreneinnahmen aus und sieht gezielte Investitionen vor, um den Eigenbetrieb langfristig tragfähig zu gestalten.

Beim Hallenbad wird langfristig ein zunehmender Investitionsbedarf erwartet. Eine Sanierung ist nur bei Förder- oder Spendenbeteiligung in Höhe von 50 % der Kosten realisierbar.

Wohnungsbau in Kressbronn a. B. bleibt auf solidem Kurs: Eigenbetrieb schließt 2024 mit Überschuss ab
Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Jahresabschluss 202 für den Eigenbetrieb „Wohnungsbau und Grundstücksverkehr“ festgestellt. Dieser hat das Wirtschaftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss von 282.929,80 Euro abgeschlossen. Die Bilanzsumme beträgt rund 29,38 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote liegt solide bei 61,27 %.

Die größten Projekte des Jahres umfassten die weitere Entwicklung des Baugebiets „Bachtobel“, einschließlich des Neubaus von Wohnungen, des Kinder- und Familienzentrums sowie des Archivs. Auch das geplante Baugebiet „Moos I“ wurde vorangetrieben.

Die hohe Nachfrage nach Wohnraum und Grundstücken am Bodensee spiegelt sich in erfolgreichen Grundstücksverkäufen und nahezu vollständiger Vermietung wider. Allerdings können die Mieten nicht immer alle Investitionskosten decken, was vorübergehend zu niedrigeren Renditen führt. Die wirtschaftliche Lage bleibt dennoch stabil, Leerstände sind kaum vorhanden, und die Zahlungsquote ist hoch. Der Verkauf von Bauplätzen läuft erfolgreich, wodurch Einmalerlöse erzielt werden.

Pressemitteilung vom 10.07.2025