Menü

Pressemitteilungen

Offener Brief

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Zeiten, in denen wir leben, sind leider alles andere als ruhig. Mehr als zwei Jahre hat uns nun das Coronavirus beschäftigt. Wir mussten zahlreiche Schutzmaßnahmen zur Eindämmung und vor allem einer kontrollierten Verbreitung des Virus erlassen und umsetzen. Das waren mitunter erhebliche Einschränkungen für uns alle. Wir mussten vor allem verzichten. Verzichten auf normale Kontakte, verzichten auf manche Freizeitaktivität und verzichten auf einen Teil unserer Freiheit. Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes sind den Ländern verlässliche Rechtsgrundlagen für weitere Schutzmaßnahmen genommen worden. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat daher erklärt, dass sie keine weiteren Maßnahmen ergreifen wird. Mithin sind am vergangenen Sonntag fast alle Corona-Schutzmaßnahmen ausgelaufen. Damit erhalten wir weitgehend die alte Normalität zurück. Die inzwischen vorherrschende Omikronvariante ist sicherlich in ihrem Verlauf deutlich milder als vorherige Virusvarianten. Ungefährlich ist sie allerdings nicht. Aus diesem Grund bleibt es auch weiterhin sinnvoll und richtig, dass sich infizierte Personen in eine Isolation bzw. Quarantäne begeben müssen, um eine Ansteckung anderer nach Möglichkeit zu vermeiden. Dennoch glaube ich ist es richtig, dass wir nun den Einstieg zurück in die Normalität wagen. Rückblickend möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bei allen ganz herzlich bedanken, die zur Bewältigung der Coronakrise beigetragen haben. Vordergründig gilt das Dankeschön allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die in den Gesundheitsberufen tätig sind und so direkt zur Bekämpfung des Virus und zur Versorgung der betroffenen Personen beigetragen haben. Ganz egal ob Ärzte, Pflegekräfte oder Apotheker. In diesem Zusammenhang gilt mein ganz besonderer Dank auch dem hauptamtlichen und ehrenamtlichen Team des Test- und Impfzentrums um Frau Michaela Spöttl. Was hier geleistet wurde, ist großartig und verdient unsere Anerkennung. Weiter bedanken möchte ich mich bei den Mitgliedern des kommunalen Krisenstabes der Gemeinde, die auch bis spät in die Nacht oder am Wochenende zur Bewältigung der Krise in unserer Gemeinde beigetragen haben. In diesen Dank schließe ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde ein. Ich bin froh, dass wir uns als Gemeinde auch in Krisensituationen auf unser Personal verlassen können. Zuletzt danke ich natürlich auch allen Bürgerinnen und Bürgern, welche die Gemeinde in der Krisenzeit unterstützt haben oder auf andere Weise zur Krisenbewältigung beigetragen haben.
Leider hat mit dem unfassbaren Krieg in der Ukraine schon die nächste Krise Auswirkungen auf unser Leben. Nicht nur die drastischen Preissteigerungen werden uns beeinträchtigen, wir wissen auch heute noch nicht, wie sich die sicherheitspolitische Lage in Osteuropa mittel- bis langfristig entwickeln wird. Wir alle hoffen, dass der Frieden nach Europa zurückkehren wird. Für uns heißt es jetzt besonders, sich um die ankommenden Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in der Ukraine zu kümmern. Gemeinsam mit den Gemeinden Eriskirch und Langenargen haben wir einen Krisenstab gebildet, der sich um die Koordination und Unterbringung der Flüchtlinge kümmert. Da wir bereits viele Erfahrungswerte aus früheren Jahren haben, gelingt uns dies bislang gut. Dies ist aber besonders auch einem kompetenten Integrationsteam unseres Gemeindeverwaltungsverbands zu verdanken. Dankbar sind wir bei der Unterbringung von Flüchtlingen vor allem für die große Hilfsbereitschaft der Menschen und die zahlreichen privaten Unterkünfte, die zur Verfügung gestellt worden sind. Wir hoffen nun, dass es sich hierbei auch um langfristige Unterbringungsmöglichkeiten handelt. Für die unbürokratische und flexible Aufnahme der Kinder und Jugendlichen in die Klassen danke ich den Schulen herzlich. Mein Dank gilt darüber hinaus allen, die an eine Hilfsorganisation oder auch den Gemeindeverwaltungsverband vor Ort gespendet haben. Im Übrigen haben Sie sicherlich bereits mitbekommen, dass wir wieder die Parkturnhalle zur Notunterkunft umbauen müssen. Ich danke den betroffenen Vereinen für das entgegengebrachte Verständnis. Die geflüchteten Menschen aus der Ukraine schätzen diese große Hilfsbereitschaft sehr. Wir haben wieder einmal gezeigt, dass wir unserer menschlichen Verantwortung gerecht werden. Ich denke deshalb, dass wir auch diese Krise gemeinsam meistern werden. Wichtig ist und bleibt dabei wie immer, dass wir zusammenhalten und gemeinsam die Krise bewältigen. Nochmals mein herzlicher Dank.

Mit den besten Grüßen

Ihr
Daniel Enzensperger
Bürgermeister

Pressemitteilung vom 05.04.2022