Bürgermeister Daniel Enzensperger blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück und wirbt für Zusammenhalt
Mit rund 350 Gästen hat die Gemeinde Kressbronn a. B. am Neujahrsempfang 2026 in Festhalle gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückgeblickt und einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben gewagt. Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgerschaft, Vereinen, Kirchen, Politik, Wirtschaft und Verwaltung folgten der Einladung der Gemeinde.
Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Klaus Klawitter richtete Pfarrer Uli Adt das geistliche Wort an die Anwesenden. Er verband Dankbarkeit für die Lebensverhältnisse vor Ort mit einem realistischen Blick auf bestehende Herausforderungen und stimmte damit auf den weiteren Abend ein. Sein Fazit war: „Es gibt Schlimmeres als in Kressbronn zu leben.“
Gemeinde handelt vorausschauend und lösungsorientiert
Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs stand die Neujahrsansprache von Bürgermeister Daniel Enzensperger. Er ordnete die kommunalpolitischen Entwicklungen des Jahres 2025 in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein und betonte, dass viele der bundesweiten Herausforderungen vor Ort spürbar abgefedert werden konnten. Entscheidend dafür sei eine handlungsfähige Kommune, die frühzeitig Entscheidungen treffe und Verantwortung übernehme.
Enzensperger verwies auf zahlreiche Maßnahmen der vergangenen Jahre, mit denen die Gemeinde auf Wohnraummangel, demografischen Wandel, Klimawandel, Energiewende und infrastrukturelle Herausforderungen reagiert habe. So betreibt die Gemeinde inzwischen nahezu 100 eigene Mietwohnungen, die vorrangig an Kressbronner Familien vergeben werden. Auch im Bereich der Gastronomie habe die Gemeinde bewusst Verantwortung übernommen, um das Ortsleben zu stärken und Leerstände zu vermeiden.
Investitionen in Klima, Umwelt und Infrastruktur
Beim Klimaschutz und der Energieversorgung sieht sich Kressbronn a. B. gut aufgestellt. Energetische Sanierungen, der Ausbau von Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden, LED-Umrüstung sowie ein dichtes Netz an öffentlichen Lademöglichkeiten seien zentrale Bausteine. Rein rechnerisch könne die Gemeinde ihren eigenen Strombedarf inzwischen selbst decken. Im Umwelt- und Naturschutz nannte der Bürgermeister unter anderem den Biotopverbund sowie Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz. Auch die Pflege des Ortsbildes spiele eine wichtige Rolle für Lebensqualität.
Bildung, Betreuung und Sicherheit als kommunale Schwerpunkte
Ein weiterer Fokus lag für die Gemeinde nach wie vor auf Bildung und Kinderbetreuung. Mit der Erweiterung der Parkschule, dem Ausbau des sonderpädagogischen Angebots sowie dem Bau des Kinder- und Familienzentrums im Baugebiet Bachtobel investiere die Gemeinde gezielt in die Zukunft. Besonderes Lob sprach Enzensperger den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung aus, die durch schnelles und engagiertes Handeln zusätzliche Fördermittel in erheblicher Höhe sichern konnten.
Auch das Thema Sicherheit nahm breiten Raum ein. Neue Sirenen, zusätzliche Notstromaggregate sowie Investitionen in den Bevölkerungsschutz seien wichtige Bausteine der kommunalen Vorsorge. Die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen leisteten hierbei einen unverzichtbaren Beitrag.
Zusammenhalt als zentrale Aufgabe
Neben den Sachthemen ging Enzensperger auch auf gesellschaftliche Entwicklungen ein. Sorge bereite ihm insbesondere ein zunehmender Egoismus in der Gesellschaft. Er warb für mehr Zusammenhalt, Engagement und Verantwortungsbewusstsein – im Ehrenamt ebenso wie im Alltag. Eine funktionierende Demokratie lebe vom Mitmachen und vom Einsatz für das Gemeinwohl.
Ausblick auf 2026 und kommende Jahre
Für das Jahr 2026 kündigte der Bürgermeister die Fertigstellung mehrerer bedeutender Projekte an, darunter das Kinder- und Familienzentrum, ein Wohnhaus mit Gewerbeeinheit am Bachtobelplatz, die Sanierung des Strandbadparkplatzes sowie den vierten Bauabschnitt der Bodanstraße. Auch die Planungen für ein neues Feuerwehrhaus und der Ausbau der Parkschule würden weiter voranschreiten. Gleichzeitig wies Enzensperger auf die zunehmend angespannte Haushaltslage hin. Der Haushaltsausgleich für 2026 sei nur knapp gelungen. Künftig werde es darauf ankommen, Aufgaben zu priorisieren und die interkommunale Zusammenarbeit weiter zu stärken.
Dank und musikalischer Ausklang
Zum Abschluss dankte der Bürgermeister dem Gemeinderat, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von den Halleluja Singers. Beim anschließenden Stehempfang nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Ein herzliches Dankeschön auch an die Damenmannschaft des SV Kressbronn a. B. für die Unterstützung bei der Bewirtung.
Pressemitteilung vom 21.01.2026





