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Pressemitteilungen

Neujahrsempfang 2025

Bürgermeister Daniel Enzensperger hält seine Ansprache

Gemeinderat Stefan Fehringer begrüßt die Gäste

von links: Robin Schröder, Peter Schörkhuber, Johannes Neuner, Peter Schlegel

Kressbronner Landjugend sorgt für die Bewirtung

Musikkapelle Kressbronn a. B.

Chor KressCendo umrahmt den Abend musikalisch

von links: Thomas Biggel, Dr. Roland Rösch, Monika Baehr-Völz, Joachim Steputat, Gertrud Mayer

Rund 300 Bürgerinnen und Bürgern folgten der Einladung der Gemeinde Kressbronn a. B. und fanden sich zum Neujahrsempfang in der Festhalle ein.  Höhepunkt des Abends war die Verleihung von goldenen Ehrennadeln an verdiente Bürgerinnen und Bürger.  Gemeinderat Stefan Fehringer begrüßte die Anwesenden und Pfarrer Armin Noppenberger hielt sein geistliches Grußwort. Der Kressbronner Chor „KressCendo“ sorgte für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Abgerundet wurde der Abend mit einem gemeinsamen Stehempfang, organisiert von der Kressbronner Landjugend. Einen Überraschungsauftritt für die Geehrten hatte der Musikverein Kressbronn a. B.

Bürgermeister Daniel Enzensperger ging in seiner Ansprache auf kommunal-, landes- und bundespolitische Themen ein und machte klar: „Der Wohlstand ist zu selbstverständlich für uns alle geworden. Letztlich kann der Wohlstand auch zunehmend zur Unzufriedenheit der Menschen führen“ und fügte ergänzend hinzu: „Es ist meist die Politik, die unvernünftige Erwartungshaltungen weckt. Dabei kann die Politik nur mit den Ressourcen arbeiten, die ihr tatsächlich zur Verfügung stehen. Auch im reichen Deutschland, im reichen Baden-Württemberg oder in der reichen Gemeinde Kressbronn a. B. ist trotz unseres Wohlstandes nicht alles finanziell umsetzbar, was wir uns gerne wünschen würden.“

Auch ging er auf die zunehmende Bürokratie ein, die die Wirtschaft lähme und eine große Gefahr für den Erhalt des Wohlstands sei. An die anwesenden Abgeordnete richtete er seinen Appell: „Tun Sie etwas gegen den Bürokratiewahn. Es braucht Mut, Regeln wieder abzuschaffen. Aber wir haben in unserem Land definitiv die Grenze des Erträglichen erreicht.“ Ebenfalls auf die Probleme in der Flüchtlingspolitik kam Bürgermeister Enzensperger zu sprechen und zog das Fazit: „Es ist nichts wirklich Spürbares passiert.“ Man merke inzwischen die Langzeitfolgen vor allem in den Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Auch nehme das Aggressions- und Gewaltpotenzial bei Flüchtlingen spürbar zu. Die Ausländerbehörde des Landratsamtes habe sogar eine Überlastungsanzeige gestellt. Weiter ging Bürgermeister Daniel Enzensperger auf die Grundsteuerreform ein, die die Kommune beschäftigt habe. Die Grundsteuerbescheide würden in den nächsten Tagen verschickt werden. In diesem Zusammenhang bitte er ausdrücklich, dass der Frust über die Grundsteuerreform nicht an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde abgelassen werde: „Sie können am wenigsten dafür.“

Nicht fehlen durfte selbstverständlich der kommunalpolitische Rückblick und Ausblick.  In der kommunalen Bildungspolitik habe die Gemeinde im vergangenen Jahr einen wegweisenden Beschluss gefasst: Die Parkschule solle Ganztagsschule werden, allerdings nicht verpflichtend. „Wir glauben, dass es in der heutigen Zeit wichtig ist, Eltern und Kindern ein ganztägiges Angebot zu machen“, ergänzte er. Auch sei die offene Jugendarbeit sehr wichtig, weshalb die Stelle des Jugendbeauftragten von 50 % auf 100 % aufgestockt worden sei. Des Weiteren sei der Naturkindergarten gebaut worden und somit hätte die Gemeinde weitere Betreuungsplätze zur Verfügung stellen können.

Kommunalpolitisch sei die Gemeinderatswahl 2024 besonders bedeutsam gewesen, sie habe zu einer Veränderung der Mehrheitsverhältnisse geführt. Auch erwähnte er die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer sowohl aus finanziellen Gründen als auch aus Lenkungsgründen. „Wer aus Luxusgründen bei uns eine Wohnung als Zweitwohnsitz hält, der soll dafür auch einen angemessenen Beitrag an die Allgemeinheit leisten“, so der Bürgermeister. Ein Dank ging an die Feuerwehr mit ihrem neuen Kommandanten Robin Schröder. Es sei wichtig, für eine gute Ausstattung und angemessene bauliche Rahmenbedingungen für die Feuerwehr zu sorgen. „Die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen bringen sich selbst in Gefahr, um andere Menschen zu retten“, so der Bürgermeister.

In Sachen Bauen und Infrastruktur sei im vergangenen Jahr viel geschehen. Zahlreiche Bauplätze im Baugebiet Bachtobel seien an Kressbronner Familien gegangen. Das Baugebiet nehme Gestalt an und auch das Kinder- und Familienzentrum sei am Entstehen. Auch im Bereich Klimaschutz sowie Freizeit und Tourismus sei im vergangenen Jahr viel passiert.

Bei dem Ausblick auf das kommende Jahr 2025 machte der Bürgermeister deutlich, dass sich die Gemeinde nicht mehr alles leisten könne. So habe man entschieden, dass das Hallenbad nicht saniert und der Ausweichparkplatz am Grenzweg nicht gebaut werde. Dennoch gebe es viel, auf das man sich in diesem Jahr freuen könne. So werde mit dem Erweiterungsbau für das Parkschulzentrum begonnen, der große Spielplatz im Baugebiet Bachtobel fertiggestellt, der Bauernpfad modernisiert und mit der Sanierung des Strandbadparkplatzes begonnen. „Es gibt also wieder einiges zu tun. Die Gemeinde steht nicht still“, war sich der Bürgermeister sicher.

Ehrungen von verdienten Bürgerinnen und Bürgern am Neujahrsempfang

Die Gemeinde Kressbronn a. B. lebt vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Das Ehrenamt prägt die Gemeinde wie kaum ein anderer gesellschaftlicher Faktor. Alle, die in der Gemeinde auf welche Weise auch immer ehrenamtlich tätig sind, verdienen Lob, Anerkennung und Respekt. Es ist der Gemeinde immer wieder ein besonderes Anliegen gewesen, allen dafür ganz herzlich zu danken.

Goldene Ehrennadel für Monika Baehr-Völz
Monika Behr-Völz ist durch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement eine Stütze der Gemeinde und eine Inspiration. Für ihre Verdienste um den Kressbronner Sport, speziell das Turnen, und die sportliche Nachwuchs- und Jugendarbeit wurde sie mit der Goldenen Ehrennadel der Gemeinde Kressbronn a. B ausgezeichnet. „Monika Baehr-Völz gehört zu den fleißigen ehrenamtlichen Menschen in der Gemeinde, die im Hintergrund wirken und dafür sorgen, dass so viele Veranstaltungen funktionieren und stattfinden können“, so der Bürgermeister bei seiner Laudatio.

Goldene Ehrennadel für Gertrud Mayer
Für ihre Verdienste um Gemeinde, Jugendmusikschule, Musikverein und Soziales erhielt Gertrud Mayer die Goldene Ehrennadel der Gemeinde Kressbronn a. B. „Gertrud Mayer ist eine Persönlichkeit, die durch ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement eine zentrale Rolle im Gemeindeleben von Kressbronn a. B. spielt. Trotz ihrer Vorliebe für Zurückhaltung ist sie stets präsent, wenn Unterstützung benötigt wird – ein Paradebeispiel für Verlässlichkeit und Hingabe“, bedankte sich Bürgermeister Daniel Enzensperger für ihr Engagement.

Goldene Ehrennadel für Joachim Steputat
Für seine Verdienste um Gemeinde, Feuerwehr, Musikverein und Narrenverein erhielt Joachim Steputat die Goldene Ehrennadel der Gemeinde Kressbronn a. B. „Das vielseitige ehrenamtliche Engagement von Joachim Steputat ist hoch. Er gilt stets als verlässlich und hilfsbereit. Besonders sein vereinsübergreifendes Wirken zeigt die Verwurzelung im Ort und seinen Einsatz für das Allgemeinwohl“, bedankte sich Bürgermeister Daniel Enzensperger bei der Überreichung der Auszeichnung.

Goldene Ehrennadel für Thomas Biggel
Für seine Verdienste um Gemeinde, Kirche, Handel und Gewerbe erhielt Thomas Biggel die Goldene Ehrennadel der Gemeinde Kressbronn a. B. Er hat sich als Vertreter des Handels- und Gewerbevereins Kressbronn e. V. insbesondere auch für die Belange des Kressbronner Einzelhandels und für das örtliche Gewerbe eingesetzt.Neben seiner Tätigkeit im Gemeinderat wirkte Thomas Biggel auch im Kirchengemeinderat der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Hilfe der Christen Kressbronn mit. „Als Gemeinderat gehörte Thomas Biggel nicht zu den zurückhaltenden Charakteren im Gremium. Er meldete sich oft zu Wort und vertrat seine Meinung klar und stets sachlich“, erinnerte sich Bürgermeister Daniel Enzensperger und bedankte sich für sein Engagement.

Goldene Ehrennadel für Dr. Roland Rösch
Für seine Verdienste um die Gemeinde und den Naturschutz erhielt Dr. Roland Rösch die Goldene Ehrennadel der Gemeinde Kressbronn a. B. Dr. Roland Rösch steht für eine einzigartige Kombination aus Fachwissen, sozialem Engagement und pragmatischer Zusammenarbeit. Seine Fähigkeit, komplexe Herausforderungen mit Ruhe und Tatkraft anzugehen, zeichnet ihn aus. Er engagierte sich für den Naturschutz, im Gemeinderat und auch im sozialen Bereich. Bei der Verleihung der Goldenen Ehrennadel ging Bürgermeister unter anderem auf sein Engagement während der Corona-Krise ein. „Er hat mit seinem fachlichen Rat den Krisenstab unterstützt und entscheidend dazu beigetragen, dass wir in unserer Gemeinde damals schnell und effektiv und gleichzeitig aber auch besonnen handelten“, bedankte er sich für seine Unterstützung.

Pressemitteilung vom 14.01.2025