Aufgabe der Gemeinde ist es, die Voraussetzungen für genügend Wohnraum zu schaffen. Mit dem Baugebiet Bachtobel wurde bereits ein neues Wohnquartier umgesetzt. Dennoch besteht weiterer Bedarf an Wohnraum. Daher ist nun vorgesehen, mit dem Baugebiet Moos I weiteren Wohnraum zu schaffen. In diesem Baugebiet soll des Weiteren eine Flüchtlingsunterkunft und eine Kinderbetreuungseinrichtung entstehen. Das Wohnbaugebiet ist in den Gewannen Moos und Maräzhalde, nördlich des Moosweges und nordwestlich der Gattnauer Straße vorgesehen. Damit schließt das Plangebiet an die vorhandene Wohnbebauung an und ermöglicht einen Lückenschluss zwischen der vorhandenen Bestandsbebauung. Die Aufstellung des Bebauungsplans „Moos I“ umfasst eine Fläche von ca. 1,4 ha. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung der förmlichen Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden zugestimmt. Es ist beabsichtigt, die Bauleitplanung im Frühjahr 2025 abzuschließen.
Anfang Oktober fand im Vorfeld der Gemeinderatssitzung in der Festhalle eine Informationsveranstaltung zum Baugebiet Moos I statt. Über 50 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Gemeinde und informierten sich über das geplante Vorhaben. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Daniel Enzensperger wurden die Anwesenden über das geplante Baugebiet, die dort geplante Flüchtlingsunterkunft sowie die Kinderbetreuungseinrichtung informiert. Im Anschluss fand eine Fragerunde statt.
Informationen zum Wohngebiet
In dem vorgesehenen Plangebiet handelt es sich um schön gelegene Flächen, welche sich direkt an die vorhandene Bestandsbebauung anschließen. Es ist angedacht, die städtebauliche Planung an die Bestandsbebauung anzulehnen, welche von zweigeschossigen Einzel- und Doppelhäusern geprägt ist. Folglich sollen im Baugebiet Moos I, zweigeschossige Einzelhäuser und Doppelhäuser mit Satteldach vorgesehen werden. Dies fügt sich ins Ortsbild ein. Für die Gemeinbedarfsflächen soll eine dreigeschossige Bauweise zugelassen werden. Die Erschließung soll über den Moosweg und die Gattnauer Straße erfolgen. Ziel der städtebaulichen Planung ist es, für das Plangebiet eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung aufzuzeigen und eine qualitätsvolle, wirtschaftliche und nachhaltige Neubebauung zu erhalten.
Informationen zu der geplanten Kinderbetreuungseinrichtung
Zu Beginn des Bebauungsplanverfahrens ging die Gemeinde davon aus, dass man die Kinderbetreuungseinrichtung zeitnah benötigt, um genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stellen zu können. Inzwischen wurde jedoch ein Naturkindergarten gebaut, der bis auf Weiteres genügend Kinderbetreuungsplätze anbieten kann. Die Gemeinde geht daher davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren keine weitere Einrichtung notwendig ist. Dennoch ist in dem Baugebiet Moos I ein entsprechender Platz für eine Kinderbetreuungseinrichtung vorgesehen, da der Bedarf an Plätzen stetig wächst.
Informationen zu der geplanten Flüchtlingsunterkunft
Die Unterbringung von Flüchtlingen ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Die Zahl der Flüchtlinge ist in den vergangenen Jahren stets gestiegen und die Unterbringungsmöglichkeiten sind knapp. Die geflüchteten Personen werden vom Landratsamt zugewiesen, hierauf hat die Gemeinde keinen Einfluss. Im Baugebiet Moos I ist daher der Bau einer Flüchtlingsunterkunft für die sogenannte Anschlussunterbringung vorgesehen. Es sind separate Wohneinheiten ohne Gemeinschaftsräume geplant. In der Anschlussunterkunft werden voraussichtlich 40 Menschen untergebracht. Die Flüchtlinge werden einen konkreten Ansprechpartner vor Ort haben, der sich um die Belange kümmert. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner können sich an diesen Ansprechpartner wenden. Die Anschlussunterkunft wird barrierefrei sein, so dass auch Kriegsversehrte dort untergebracht werden können. Vorrangig sollen dort Familien einziehen. Ziel ist es, dass die Geflüchteten so schnell wie möglich selbstverantwortlich ihren Lebensunterhalt bestreiten können und auch eigene Wohnungen anmieten. Aufgabe der Integrationsbeauftragten der Gemeinde ist es dabei, die Menschen zu unterstützen.
Bei der Fragerunde wurde die Infrastruktur, der zu erwartende Verkehr, die Entwässerung, die Verkehrsführung und die Integration der Geflüchteten angesprochen. Viele Fragen konnten vor Ort beantwortet werden, einige Problemstellungen hat die Verwaltung zur Prüfung aufgenommen. Die Beteiligten haben inzwischen bereits eine Antwort auf ihre Fragen erhalten.
Pressemitteilung vom 05.11.2024

