Letzte Bauplätze im Baugebiet Bachtobel vergeben
In der Gemeinderatssitzung am 7. Mai 2025 hat der Gemeinderat einstimmig die letzten Bauplätze im Baugebiet Bachtobel an Erwerber aus Kressbronn a. B. vergeben. In insgesamt sechs Tranchen wurden die Bauplätze ausgeschrieben und überwiegend nach dem Einheimischenmodell verkauft. Die zwei letzten Bauplätze wurden im Höchstgebotsverfahren vergeben, nachdem sich in der vorherigen Tranche keine Bewerber mehr im Einheimischenmodell gefunden hatten. Durch das Höchstgebotsverfahren für die zwei Bauplätze konnten nun Mehrerlöse von 125.875 € erwirtschaftet werden. Diese fließen nun zur Finanzierung in den Eigenbetrieb Wohnungsbau. Insgesamt lässt sich nach Durchführung der Vergabeverfahren feststellen, dass es mit dem Einheimischenmodell gelungen ist, die Bauplätze überwiegend an Kressbronner Familien zu veräußern. Außerdem lag der von der Gemeinde angebotene Kaufpreis von 675 €/m² deutlich unter dem Preis, welcher auf dem privaten Markt hätte erzielt werden können. Damit konnte ein guter Ausgleich zwischen einer kostendeckenden Finanzierung des Baugebietes und der Unterstützung örtlicher Familien geschaffen werden.
Gemeinde erhebt keine Einwendungen gegen die Fortschreibung des Teilregionalplans Energie
Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben befindet sich derzeit in der Fortschreibung des Teilregionalplans Energie. Der Gemeinderat wurde nun im Rahmen der Veröffentlichung des Planentwurfs offiziell angehört. Die Änderungen, welche sich für die Gemeinde Kressbronn a. B. auf Grund der Fortschreibung des Teilregionalplans Energie ergeben, sind jedoch überschaubar. Eine der bedeutendsten Änderungen ist, dass künftig der Regionalplan selbst der Ausweisung von Freiflächenphotovoltaikanlagen in Kressbronn a. B. nicht mehr entgegensteht. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, keine Einwendungen gegen die Fortschreibung zu erheben.
Gemeinderat informiert sich über aktuellen Sachstand zum geplanten interkommunalen Gewerbegebiet Kapellenesch/Haslach
In der Sitzung hatte sich der Gemeinderat außerdem mit dem geplanten interkommunalen Gewerbegebiet zu befassen. Nachdem der Flächennutzungsplan für das neue Gewerbegebiet inzwischen rechtskräftig ist, erfolgen die Vorbereitungen zur Aufstellung eines Bebauungsplanes. Hierzu hatte sich die Gemeinde mit den Grundstückseigentümern darauf geeinigt, eine konkrete Bedarfsabfrage bei den örtlichen Gewerbebetrieben in den Gemeinden Eriskirch, Kressbronn a. B. und Langenargen durchzuführen. Hierbei wurden sämtliche Gewerbebetriebe, welche eventuell einen Bedarf an Gewerbeflächen haben könnten, Anfang Dezember 2024 direkt angeschrieben. Parallel wurde auch in allen drei Mitteilungsblättern der Verbandsgemeinden eine Pressemitteilung zur Umfrage veröffentlicht, um jedem die Teilnahme an der Umfrage zu ermöglichen. Die Teilnahme an der Umfrage war offiziell bis 17. Januar 2025 möglich. Insgesamt haben 37 Gewerbebetriebe den Fragebogen beantwortet. Gerichtet wurde er hauptsächlich an Betriebe im Gebiet des Gemeindeverwaltungsverbands. Auswärtige Betriebe wurden daher zunächst noch nicht gezielt angeschrieben. Aus Kressbronn a. B. haben 16, aus Langenargen 12 und aus Eriskirch sechs Unternehmen teilgenommen. Drei Teilnahmen erfolgten aus anderen Gemeinden. Von den 37 Gewerbebetrieben haben 30 einen Bedarf an Gewerbeflächen angegeben. Die meisten Betriebe davon trugen die Rechtsform GmbH oder die eines Einzelunternehmens. Die Betriebe kommen überwiegend aus den Brachen Handwerk, Dienstleistungen, Bauen und Transport/Verkehr. Die Umfrage zeigte auch, dass in den meisten Gewerbebetrieben nur eine einstellige Mitarbeiterzahl tätig ist und nur einzelne mehr als 20 Mitarbeiter haben. Bei den wenigsten Unternehmen gibt es betriebliche Emissionen. Bei nahezu allen Unternehmen ist die Grundstücksgröße des aktuellen Betriebs nicht ausreichend. Die Meisten davon benötigen eine Grundstücksgröße bis 2.000 m² bzw. ein Drittel zwischen 3.000 bis 5.000 m². Bei den meisten Betrieben werden zusätzliche Mitarbeiter in einstelliger Zahl benötigt. Ein Großteil der Unternehmen benötigt die Fläche für Büro und Lager; ca. 40 % davon unter anderem auch für die Produktion. Ca. 60 % benötigen die Flächen möglichst bald; knapp 40 % in den nächsten fünf Jahren. Die Antworten zur Umfrage haben auch gezeigt, dass An-/Abfahrten mit Fahrzeugen, egal welcher Tonnageart, eine untergeordnete Rolle spielen. Klar zeigte sich auch, dass der Erwerb/Kauf von Flächen die bevorzugte Wahl ist. Die Gemeinde wird nun in Folge mit den Grundstückseigentümern die Ergebnisse besprechen. Auf dieser Grundlage soll ein Gewerbeflächenkonzept ausgearbeitet werden.
Pressemitteilungen am 15.05.2025

