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Bad Kresselnau

Eine Woche Magie in der Kinderspielstadt „Bad Kresselnau“ Rund 300 junge Bürgerinnen und Bürger arbeiteten, wählten, entschieden und gestalteten ihre eigene Stadt. Nach einer ereignisreichen Woche ist die Kinderspielstadt nun zu Ende gegangen. Von Langeweile war wenig zu spüren. Wer morgens in die Spielstadt kam, hatte die Wahl: arbeiten, Geld verdienen, Ideen umsetzen oder sich an den zahlreichen Angeboten beteiligen. Rund 220 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer waren im Einsatz und machten es möglich, dass Bad Kresselnau auch in diesem Jahr wieder zu einer kleinen, lebendigen Stadt werden konnte. Der Weg in den Arbeitstag führte die jungen Bürger zunächst zum Arbeitsamt. Dort konnten sie sich einen Arbeitsplatz aussuchen und anschließend ihre verdienten „Kressel“ beim Finanzamt versteuern. Die eigene Spielwährung konnten sie später beispielsweise für Essen, Getränke oder Freizeitangebote ausgeben. Die Auswahl an Tätigkeiten war groß. Es wurde gebastelt, gehäkelt und mit verschiedenen Materialien gearbeitet. Andere Kinder verkauften Hotdogs, produzierten Beiträge für die „Kressel-News“ oder waren für Podcast und Fernsehen unterwegs. Auch handwerkliches Geschick war gefragt: Fahrräder und Mopeds wurden repariert und zahlreiche weitere Aufgaben übernommen.

Besonders wichtig war dabei, dass die Kinder nicht nur vorgegebene Angebote abarbeiteten. Wenn ihnen etwas fehlte, konnten sie eigene Vorschläge machen und daraus neue Arbeitsbereiche entwickeln. „Die Kinder entscheiden selbst, wie viel sie arbeiten und damit auch, wie viele Kressel sie verdienen“, er klärte Spielstadtleiterin Gabriele Kirfel. Genau darin liege ein wichtiger Teil des Konzepts. Die Kinder hätten die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, eigene Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig ganz nebenbei zu erfahren, wie Wirtschaft und Zusammenleben funktionieren. Besonders spannend wurde es, als in Bad Kresselnau die politischen Ämter zur Wahl standen. Mehrere Kinder kandidierten für das Bürgermeisteramt und stellten sich den Fragen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Isabel Zimmermann wollte ausprobieren, wie es sich anfühlt, Bürgermeisterin zu sein. Mira Kantemir wollte vor allem das gute Miteinander in der Spielstadt stärken. Elias Karger trat an, weil er gerne mitentscheiden und sich für zusätzliche Arbeitsplätze einsetzen wollte. Henry Meyer und Linus Kirfel gingen sogar gemeinsam ins Rennen. Als Team wollten sie das Bürgermeisteramt übernehmen. Für die beiden stand fest, dass Entscheidungen besser gemeinsam getroffen werden können. Außerdem wollten sie Bad Kresselnau weiterentwickeln und bei sommerlichen Temperaturen für Abkühlung sorgen.

Am Ende fiel die Entscheidung der jungen Wählerinnen und Wähler auf Jonas David. Er gewann die Bürgermeisterwahl und konnte gemeinsam mit seiner 2. Bürgermeisterin Emilia Nacke sowie mit den gewählten Gemeinderäten Sophia Nacke, Anne-Marie Nacke, Sara Buck, Linus Kirfel und Henry Meyer die Geschicke der Spielstadt mitbestimmen. Neben den täglichen Arbeitsangeboten warteten besondere Aktionen auf die jungen Stadtbewohner. Ein Höhepunkt war das Schnuppertauchen, das gemeinsam mit den Kressbronner Tauchern organisiert wurde. Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten dabei mit kompletter Tauchausrüstung erste Erfahrungen unter Wasser sammeln. Dass die Begeisterung für Bad Kresselnau groß ist, zeigte sich jedoch nicht erst während der vergangenen Woche. Bereits lange vor Beginn beschäftigten sich Kinder und Verantwortliche mit der kommenden Ausgabe. Laut Volker Schmidt, der für die Finanzen der Kinderspielstadt verantwortlich war, begin nen die Überlegungen für die nächste Auflage teilweise schon zwei Jahre im Voraus. Auch ein Malwettbewerb sorgte in diesem Jahr für Begeiste rung. Die Gewinnerbilder fanden ihren Platz auf den Kressel scheinen sowie dem Bürgerpass und wurden damit zu einem sichtbaren Teil der Spielstadt. Nach einer intensiven Woche ist Bad Kresselnau nun wieder Geschichte – zumindest bis zur nächsten Ausgabe. Für die Kindergeht es zunächst in die Ferien. Für das Organisationsteam beginnen dagegen bereits die Überlegungen an die Zukunft. Denn damit die Kinderspielstadt auch in den kommenden Jah ren stattfinden kann, werden weitere Helferinnen und Helfer gesucht. Carina Philipp bringt auf den Punkt, was die beson dere Atmosphäre des Projekts ausmacht: „Dieses einzigartige Projekt ist so viel mehr als nur Ferienspaß für die Kinder. Bad Kresselnau ist für eine Woche ein Lebensgefühl, welches Jung und Alt mit sich zieht. Dabei sein ist etwas Besonderes und spätestens wenn man das Strahlen der Kinderaugen sieht, weiß man, wofür man sich hier ehrenamtlich engagiert.“ Das Kernteam und die Gemeinde Kressbronn a. B. ziehen nach der vergangenen Woche deshalb nicht nur eine positive Bilanz, sondern sagen vor allem Danke: an alle Helferinnen und Hel fer, an die Sponsoren, an die örtlichen Betriebe und an alle, die dazu beigetragen haben, dass Bad Kresselnau auch in diesem Jahr für eine Woche zu einer ganz besonderen Stadt werden konnte.

Pressemitteilung vom 13.08.2026