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Ökokonto

von links: Thomas Feick, Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung, Bauwesen, Bürgermeister Daniel Enzensperger
von links: Thomas Feick, Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung, Bauwesen, Bürgermeister Daniel Enzensperger

Gemeinde Kressbronn a. B. tut was für ihr Ökokonto – Nachhaltigkeit steht im Vordergrund

Die Gemeinde Kressbronn a. B. hat ein kommunales Ökokonto eingerichtet und bereits im Jahr 2014 ein landschaftliches Entwicklungskonzept aufgestellt. Unter Ökokonto-Maßnahmen versteht man naturschutzfachliche Aufwertungsmaßnahmen, die freiwillig und auf Vorrat durchgeführt werden. Spätere Baumaßnahmen oder Bauleitplanungen, für die Ausgleichsflächen notwendig sind, können dann leichter durchgeführt werden, da bereits heute Maßnahmen zur Aufwertung von Natur und Landschaft umgesetzt werden. Das Ökokonto eröffnet die Möglichkeit, Maßnahmen zur Aufwertung von Biotopen, zur Verbesserung von Bodenfunktionen und Wasserhaushalt oder zur Förderung seltener Arten durchzuführen. 

In den vergangenen Jahren wurden in Kressbronn a. B. mehrere gemeindeeigene Flächen hinsichtlich ihres naturschutzfachlichen Aufwertungspotenziales untersucht. Die Flächen befinden sich unter anderem am Betznauer Bach in Nitzenweiler und in der Nähe der Mittelmühle, östlich von Kressbronn a. B. Die geplanten Aufwertungsmaßnahmen wurden mit dem Umweltamt Bodenseekreis abgesprochen und die Qualität der ökologischen Verbesserung in Ökopunkten festgesetzt und genehmigt.

Insgesamt können für diese Bereiche 633.409 Ökopunkte generiert werden. Auf den Flächen wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt, wie z. B. die Anlage von Feldgehölzen und einer Streuobstwiese, Erweiterung von Auenwäldern, Pflanzung von Laubbäumen, Abbruch einer Himbeerplantage oder Ansaat von Extensivgrünland. „Die Leistungsfähigkeit unseres Naturhaushaltes und die Qualität des Landschaftsbildes unserer Heimat nachhaltig zu sichern, ist mir ein persönliches Anliegen“, betont Bürgermeister Daniel Enzensperger und freut sich, dass schon einige Maßnahmen umgesetzt und das KressbronnerÖkokonto „aufgefüllt“ werden konnte. Bei der Auswahl der aufzuwertenden Flächen berücksichtigte die Gemeinde auch die Belange der Landwirtschaft, weshalb überwiegend Flächen in Anspruch genommen wurden, die landwirtschaftlich kaum nutzbar sind.